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Bericht zur Gemeinderatssitzung am 22.03.

 

Zwar am gleichen Abend, aber nicht so lange wie die Politiker bei der Bund-Länder-Kommission, tagte am Montag der Fahrenbacher Gemeinderat - im Gegenteil.

Der öffentliche Teil war recht kurz gehalten, weil wegen einer Erkrankung des Kämmerers die Verabschiedung der Jahresrechnung auf die nächste Sitzung verschoben werden musste.

 


Ein Dutzend Bürgerinnen und Bürger vernahmen zunächst die Mitteilung von Bürgermeister Jens Wittmann, dass der Obst- und Gartenbauverein Fahrenbach weiter die Pflege der Obstbäume auf der Ausgleichsfläche für das Baugebiet Bierkeller III gewährleistet. 52 Bäume stehen zumindest bis 2025 unter der Obhut der Vereinsfachleute um den Vorsitzenden Heinrich Kmett.

 

Foto: Uwe Köbler

 

Ein Thema, das die Verwaltung zuletzt immer wieder beschäftigte, war die Frage der Kindergartengebühren in der Corona–Zeit. Verunsicherung bei den Themen „Zahlen oder nicht zahlen, gibt`s Zuschüsse vom Land, und wenn ja wie viel?“ – „Höchste Zeit“, so Jens Wittmann, „um Licht ins Gebühren-Dunkel und damit den Eltern Klarheit zu bringen.“ Die zugesagten Hilfen vom Land, so Wittmann, decken bei weitem nicht die Ausfälle ab, so dass letztlich das durch Corona entstandene Defizit doch wieder bei den Kommunen verbleibt. Nichts desto trotz, so der Bürgermeister, wolle man aber auch bei dieser Thematik zeigen, dass man in den Gremien vor Ort familienfreundlich denkt und so schlug Wittmann vor, die Beiträge der Kindergartenbetreuung im Kommunalen Kindergarten Fahrenbach und der Schulkinderbetreuung in der Grundschule für Januar und Februar komplett zu erlassen, sofern keine Notbetreuung in Anspruch genommen wurde. Etwa 40 % der Kindergarteneltern haben dieses Angebot ja genutzt. Die Gemeinderäte folgten in ihren Statements dem Vorschlag der Verwaltung, baten aber darum diese Vorgehensweise mit den kirchlichen Trägern des Kindergartens in Trienz (evangelisch) und in Robern (katholisch) abzusprechen.

 

Apropos Statements. Die gab´s diesmal per Saalmikrofon, denn in der letzten Sitzung hatten sich die Bürger darüber beschwert, dass man in der großen Halle im Bürgerzentrum manch einen Beitrag aus den Ratsreihen nicht verstehen könne.

 

Gut zu verstehen und auf der Bildpräsentation zu sehen waren die Zahlen des Energiemonitoring aus den Jahren 2017 bis 2019, das der Bürgermeister danach vorstellte. Der Stromverbrauch in der Gemeinde mit zuletzt 8283 MWh sinkt von Jahr zu Jahr leicht, die eingespeiste Energiemenge aus der Biomasse-Anlage bzw. den diversen Solaranlagen ist konstant. Das Gros der Energie, nämlich 42,3 % wird für die Haushalte benötigt, mit 28 % nimmt die Wärmeversorgung den zweiten Platz in diesem Ranking ein. Ganz am Ende steht die Straßenbeleuchtung die nur 1,14 % des Jahresverbrauchs ausmacht aber eindeutig zeigt, dass die Umstellung auf die LED-Technik zu einem deutlich sinkenden Verbrauch geführt hat, auch wenn die LED-Lichter die ganze Nacht über die Straßen und Wege erhellen. Insgesamt, so das Fazit kann man mit den von der EnBW ermittelten Zahlen durchweg zufrieden sein.

 

Foto: Uwe Köbler

 

Ausruhen darauf gilt aber nicht, denn die Anforderungen des sog. Kommunalen Klimakonzeptes stellen die Kommunen vor neue Herausforderungen und es gilt durch gemeinsames Arbeiten auf die Klimaneutralität hinzuarbeiten, wie aus Ratsreihen bemerkt wurde. Erste Schritte, so Wittmann habe man mit dem Nahwärmeprojekt Halle/Schule/Kindergarten, der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach und den geplanten E-Ladestationen am neuen Dorfplatz schon eingeleitet. Nichts desto trotz sei man für neue Ideen immer offen.

 


Breitgefächert war die Themenpalette bei den Baugesuchen. Die reichte von der Umnutzung einer ehemaligen Gaststätte zur Privatwohnung, der Bauvoranfrage für den Bau eines Carports und den Neubau eines Einfamilienhauses im Meisenweg in Robern bis hin zum Neubau eines landwirtschaftlich genutzten Gebäudes mit Stall und Maschinenhalle in Fahrenbach unterhalb des Gewerbegebiets. Diesen Plänen stand der Gemeinderat ebenso positiv gegenüber wie all den anderen Bauangelegenheiten auch.

 

Positiv aufgenommen wurde die Mitteilung des Bürgermeisters, dass man für alle drei Ortsteile Defibrillatoren anschafft. Die werden in speziellen Wandkästen, die den jederzeitigen Einsatz garantieren, demnächst zentral in den Ortschaften angebracht. Die Kästen sind übrigens grün.

 

Gelb wird es dagegen bald auf den Fluren Fahrenbachs leuchten. Gemeint ist damit nicht etwa die anstehende Rapsblüte, sondern die Aktion „Gelbes Band“, an der sich Fahrenbach erstmalig beteiligt. Grundstücksbesitzer markieren mit einem gelben Band die Bäume, deren Obst sie nicht selbst benötigen und geben die Früchte damit für die Nutzung durch andere frei. Ein einfaches aber effektives Prinzip, das der Aktion in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt zugrunde liegt

 


Weiter informierte der Bürgermeister über geplante Investitionen auf den Spielplätzen in Robern und Fahrenbach und dem eingereichten Förderantrag zur Sanierung der Spiel- und Begegnungsstätte Am Limespfad“ in Trienz.

 

Erfreulich sind die Abschlusszahlen bei Toni- dem Breitbandprojekt. Das Soll für Fahrenbach ist mit fast 300 Anschlüssen überschritten und wer noch auf den Glasfaserzug aufspringen will, muss sich beeilen. Kostenlos gibt’s die neue Technik halt nur bis 31.03.

 

Gesprochen wurde dann auch über die örtliche Grundschule in der man derzeit nicht nur die Digitalisierung vorantreibt, sondern sich auch mit der Thematik Luftreiniger und CO2-Ampel bzw. Messgeräte beschäftigt. Dies habe man bei der Waldbrunner Firma Mosca geordert und hoffe damit bald zu einem noch sichereren Schulbetrieb in Pandemiezeiten beizutragen. Wie der aussehen kann wurde dann auch bei den Anfragen aus Ratsreihen erörtert.

 

Weiter angesprochen wurde die Sanierung etlicher Feldwege, die man ebenso wenig aus dem Blickfeld verlieren dürfe und auf Fördermöglichkeiten überprüfen müsse wie den Strombedarf der Zukunft. Zu dieser Thematik will man sich im Laufe des Jahres mit Experten beraten.