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Bericht zur Gemeinderatssitzung am 29.06.

 

Großer Sitzungssaal- man traf sich in der Halle des Bürgerzentrums am Limes-, große Tagesordnung und trotz Maskenpflicht und Corona großes Interesse bei der Bevölkerung. Fast vier Monate tagte der Fahrenbacher Gemeinderat nicht mehr, und so waren die drei Stunden der öffentlichen Sitzung prall gefüllt mit Informationen für die Bevölkerung.

So berichtete der Bürgermeister über eine neue Lautsprecheranlage am Trienzer Friedhof, neues Personal im Kindergarten, die Fertigstellung der „Hofklinge“ in Robern und den Kauf zweier Wiesen, die das Ökokonto der Kommune füllen.

 

Viel tut sich aktuell, so der Bürgermeister, am Friedhof Fahrenbach wo die Fa. Helm aus Neckargerach-Lauerskreuz dabei ist die Wasserstellen neu zu gestalten – dazu wird u.a. ein Sandsteinfindling zum Wasserspender- und die maroden Wege im Friedhof herzurichten. Insgesamt werden rund 40.000,- € allein in das Wegenetz gesteckt, was das Erscheinungsbild der Ruhestätte zweifellos genauso aufwertet wie die kürzlich gepflanzten Bäume. Aufwertend wirkt sicher auch ein neues Tor am Eingang Hauptstraße, das von der Schlosserei Steiner, Obrigheim, gefertigt wird. Teilweise sorgen die laufenden Arbeiten sicherlich für Unannehmlichkeiten bei den Friedhofbesuchern, für die der Bürgermeister um Verständnis warb.

 

Vorbildlich zeigte sich die Bevölkerung, so Wittmann weiter, während der ersten Phase der Corona-Krise, die auch an Fahrenbach nicht spurlos vorbeiging. 9 akute Fälle und 28 Absonderungen waren bisher verzeichnet. Positiv, so Wittmann, war die Hilfsbereitschaft und Spontanität in der Bevölkerung die in allen drei Ortsteilen eine Nachbarschaftshilfe organisierte. Herausragend sicher das Engagement der Erzieherinnen des Kindergartens und der Römer-Apotheke bei der Fertigung und der Abgabe von Mund- Nasen-Bedeckungen und vom Trienzer Ortschaftsrat, der zusammen mit der Schneiderei Gudor Behelfsmasken an alle älteren Mitbewohner kostenlos verteilte. Viel zu organisieren gab`s auch bei der Schul- und Kleinkindbetreuung und der Arbeit in der Verwaltung. Wie sehr sich die Corona-Krise auf die Kommune finanziell auswirkt, wird sich noch zeigen, so Wittmann. Arg gebeutelt, sind natürlich auch die örtlichen Vereine, die auf jedwede Unterstützung angewiesen sind und auf weiter Lockerungen hoffen. „Werdet aber nicht leichtsinnig“ so der Appell am Ende des Themenkomplexes.

 


Die Aufmerksamkeit der Anwesenden galt dann dem Sachstandsbericht der Verwaltung zu den neuen Baugebieten. In Fahrenbach, wo man das Bürgerbegehren „Feldbrunnen II“ per Konsens abwenden konnte, läuft derzeit das Umlegungsverfahren, und die Erschließungsplanung wird überarbeitet. Im September soll das Ganze in die Offenlegung. Die hat man für das Baugebiet Mühlweggewann in Robern schon hinter sich gebracht und es sah auch lange Zeit gut aus, bis dann das Regierungspräsidium ein Zielabweichungsverfahren für den im Plan kartierten Grünzug einforderte. Jetzt gilt es die geforderten Nachweise zu erbringen und in den Dialog mit dem Regierungspräsidium einzutreten. Eine zeitliche Verzögerung wird das Ganze aber mit sich ziehen. Dennoch werden die Plätze in Robern in Sportplatznähe wohl noch vor dem Baugebiet Steigenwäldchen, das in Trienz erschlossen wird, bebaubar sein. In Trienz ist die Frage der Entwässerung über die Rainstraße ein wichtiges Kriterium. Die ersten Planungen für den neuen Kanal in der Rainstraße wurden im späteren Verlauf der Sitzung an das Büro Sack und Partner in Adelsheim beauftragt. Erschlossen werden die Plätze in leichter Hanglage wohl erst 2022.
Deutlich schneller wird es bei dem Projekt Innenentwicklung Fahrenbach gehen. Dabei entstehen in der Ortsmitte Fahrenbachs sechs Bauplätze, wovon einer für ein Mehrfamilienhaus prädestiniert scheint. Damit dort bald die ersten Fundamente gegraben werden können, müssen die vorhandenen Altbauten abgerissen werden. Den Auftrag dafür sicherte sich die Fa. Leis aus Walldürn, die sich für die Abbrucharbeiten gegen fünf Mitbewerber durchsetzte. Der Abriss, so der Plan, soll bis schon bis zum Oktober des Jahres Geschichte sein.

 


Welche gemeindlichen Straßen und Wege einer Sanierung bedürfen wurde im Anschluss ausführlich diskutiert. Auf den vorderen Plätzen in der Prioritätenliste setzte das Gremium den Abschnitt der Wanderbahn nahe des Seniorenheims, der gerne für kurze Spaziergänge genutzt wird und der doch sehr marode Waldweg vom ehemaligen Sägewerk Robern zur Roberner Mühle. (she. Foto) Weitere Mittel sind zur Sanierung einer Stichstraße entlang der Römerstraße und die Verlängerung der Talstraße in Richtung ehemaliger Waldpension eingeplant.

 

Foto: Uwe Köbler

 


Wie wichtig ein kommunales Notfallmanagement sein kann, so leitete Bürgermeister Wittmann dann über, hat sich erst kürzlich gezeigt, Deshalb gelte es sich „Fit für den Ernstfall“ zu machen, ein Projekt das man zusammen mit den Nachbarkommune Limbach und der EnBW angehen möchte. Der Gemeinderat stimmte den Plänen zu, gemeinsam die Ressourcen zu erfassen und sich theoretisch, praktisch und interkommunal auf den hoffentlich nie kommenden Ernstfall einzurichten.

 

Querbeet positiv standen die Ratsmitglieder dem Thema „Ruftaxi“ gegenüber. Man zeigte sich erfreut, dass dieses Konzept schon seit 20 Jahren greift und auch genutzt wird. Jetzt, so Jens Wittmann, stehen Änderungen an, die eine Erweiterung der bisherigen Fahrtroute von Mosbach bis nach Wagenschwend mit weiteren Anschlussmöglichkeiten ausweist. „Die „blaue Linie“ bringt den Bürgern der Gemeinde mehr Nutzen bei kaum steigenden Kosten und so stimmte der Rat, solidarisch mit anderen Kommunen dem Entwurf des Landratsamtes zu.

 

Zugestimmt wurden danach auch den Baugesuchen zu Neubauten von Einfamilienhäusern in Robern und der Ansiedlung eines neuen Gewerbebetriebes am Ortsrand von Trienz.

 


Um Trienz, Fahrenbach und Robern herum sollen künftig zwei Wanderwege des „Römerpfads“ verlaufen von denen Bgm. Wittmann ebenso berichtete wie von der Sanierung der Kneippanlage. Leider kann die aktuell wegen der geforderten Hygienevorschriften nicht in Betrieb genommen werden. Gespielt wird dagegen wieder auf dem DFB-Minispielfeld nahe der Grundschule, das neben neuen Netzen auch mit einer schalldämmenden Bandenverkleidung versehen wurde.  Nicht das Minispielfeld, aber die gemeindlichen Spielplätze werden in Kürze einer Prüfung durch die DEKRA unterzogen, so der Bürgermeister der zudem vom Fortschritt beim Medienentwicklungsplan der Grundschule berichtete.

 


Aus den doch ungewohnten „Weiten der Einzelplätze des Gemeinderates“ wurden dann noch Fragen zum Einbau der Ultrafiltrationsanlage an der Wasserversorgung, den Bauarbeiten an der Kläranlage, zur Notbetreuung in Kindergarten und Schule, und der Anlage von Steingärten – ein Thema mit dem man sich noch explizit befassen wird- angesprochen.  Abgeschlossen wurde der öffentliche Teil nochmals mit anerkennendem Applaus von Räten und Zuhörern für alle, die aktiv in vielfältiger Weise in schwieriger Zeit gezeigt haben, dass die Dorfgemeinschaft in Fahrenbach doch funktioniert.