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Bericht zur Gemeinderatssitzung am 28.07.21

 

Die Blattzahl der Vorlage hätte es einen ja erahnen lassen können! Die letzte Sitzung des Fahrenbacher Rates entwickelte sich zu einer Mammutsitzung und so dauerte der öffentliche Teil incl. der von einer Fraktion beantragten Beratungspause fast dreieinhalb Stunden.

Grund für die langwierigen Debatten war wieder mal der Regionalplan und in diesem speziellen Fall die Stellungnahme der Gemeinde zu dieser Thematik. Über die Tatsache, dass man die Einstufung Fahrenbachs zur „Eigenentwicklung mit Zusatzbedarf“ fordert, herrschte noch Einigkeit, über die künftige Flächenverwendungen im Ortsteil Fahrenbach entstand aber intensiver Redebedarf. Während man die Vorschläge des Büros für Kommunalplanung und der Verwaltung für die Ortsteile Trienz und Robern über alle Fraktionen hinweg als gut befand, entzündeten sich an der Situation in Fahrenbach teilweise hitzig geführte Diskussionen. Sollen ehedem geplante vermeintliche Erweiterungsflächen aufgegeben werden damit die Pläne im Feldbrunnen, im Gewerbegebiet Rödern oder im Kissel- und Rothgewann in den kommenden Jahren umgesetzt werden können und nicht von einem geänderten Regionalplan gestoppt werden? Die Meinungen gingen auseinander und so forderte die BWG-Fraktion gar eine kurze Unterbrechung der Beratungen. Die gab es, und später nach zähem Ringen auch eine Entscheidung. Mehrheitlich wurde die von Verwaltung und Planungsbüro IFK verfasste Stellungnahme so angenommen und ist mittlerweile auch an den Regionalverband übermittelt.

 

An die Gemeinde bzw. das IFK Planungsbüro übermittelt wurden auch etliche Anmerkungen zur frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und verschiedener Privatpersonen im Bebauungsplanverfahren Feldbrunnen II. Dipl. Ing. Jürgen Glaser vom Büro IFK hatte zu all den Anregungen der diversen Fachbehörden Behandlungsvorschläge erarbeitet, die er ausführlich erläuterte. Arten- und Naturschutz, die Entwässerung der Flächen, der Hochwasserschutz, die Anbindung an die L 525, die Verkabelung mit Glasfaser, das beauftragte Lärmgutachten usw. - die Themenpalette war vielseitig. Allerdings, so Glaser war nichts dabei, das Gemeinde und Planer vor unerwartete Probleme stellt. Gleiches gilt auch für die umfangreichen Bedenken von drei Bürgern, die man natürlich im weiteren Verlauf des Verfahrens intensiv im Blick haben wird. In diesem Verfahren, so der Beschluss des Gremiums erfolgt jetzt die Offenlegungsphase.

 

Es ging also heiß her im Bürgerzentrum, doch warum zwei Männer in Feuerwehruniform im gut gefüllten Zuschauerraum Platz nahmen, hatte einen anderen Grund. Auf der Tagesordnung standen die Bestätigung von Matthias Brand als neuer Kommandant der Gesamtwehr und von Manuel Haag als Kommandant der Abteilungswehr Fahrenbach. Für beide gab es, genau wie für den jeweiligen Vertreter Benjamin Haas, ein einstimmiges Votum und den Applaus der Anwesenden. Ein Dankeschön galt zudem den bisherigen Kommandanten Berthold Schäfer (Gesamtwehr) und Sascha Jacoby (Abt. Fahrenbach).


Foto: Uwe Köbler

 

Einiges investiert hat die Gemeinde zuletzt am Fahrenbacher Friedhof. Ein Großteil der Wege wurde neu gepflastert, Bäume sind gepflanzt und im unteren Bereich wurden zwei neue Urnengrabfelder angelegt. Maßnahmen die von der Bevölkerung sehr positiv beschieden wurden, so Jens Wittmann bei der Vorstellung der Gestaltungsvorschriften für das neue Grabfeld. Dort sind keine überstehenden Einfassungen zulässig, allerdings können die 90x90 großen Urnenfelder komplett mit Platten abgedeckt werden. Bei der Größe der Grabmale, so Wittmann, habe man sich an den Erfahrungen umliegender Gemeinden orientiert.


Foto: Uwe Köbler


Im „baulichen“ Teil der Sitzung musste sich das Gremium diesmal mit ganz besonderen Themen auseinandersetzen. So galt es über den Bau einer Grill-Kota in Fahrenbach und die Aufstellung eines Wohncontainers in Robern zu befinden. Beides wurde ebenso positiv beschieden wie die Bauvoranfrage zum Neubau eines Wohnhauses in Fahrenbach- verbunden mit einer Bebauungsplanaufstellung – oberhalb der Adolf-Weber-Straße. Zugestimmt wurde auch den Plänen der Firma Wenninger neben der bestehenden Werkhalle einen Komplex zur gewerblichen Nutzung von Firmen und Praxen zu erstellen.

 

Bürgermeister Wittmann erläuterte danach die Ergebnisse der Verkehrsschau Ende Juni. Ein Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten wird, so das Ergebnis, so schnell nicht kommen, eine Einbahnstraßenregelung in der Gartenstraße in Fahrenbach auch nicht. Besprochen wurde die Vorfahrtsregelung an der neuen Straße „Am Milchhäusle“- die ist untergeordnet- und die Parksituation an der Wanderbahn in Trienz. Thema war zudem das leider zunehmende Befahren von Feldwegen durch private PKW oder Motorräder. Das ist grundsätzlich verboten und soll künftig intensiver überwacht werden. An besonders neuralgischen Punkten werden entsprechende Schilder aufgestellt.

 


Aufgestellt werden in der Fahrenbacher Grundschule in Kürze neue Smartboards. Die sind ein wichtiger Bestandteil der vorgesehenen PC-Ausstattung der Schulräume. 10.000 - 15.000 € kostet die Ausstattung für ein Klassenzimmer mit der modernen Lehrtechnik, die sich das Gremium zusammen mit Bürgermeister Wittmann an der Müller-Gutenbrunn-Schule (ein Dankeschön galt hier der Lehrerin Heike Kaupa) live angeschaut hat.
Ein weiteres Thema, das allerdings nicht nur in Fahrenbach diskutiert wird, ist die Raumbelüftung der Grundschulräume und des Kindergartens. Es sind zwar viele mobile Lüftungsgeräte am Markt, eine konkrete Geräteempfehlung verbunden mit einer Förderzusage gibt es jedoch nicht. Vielleicht ist ja die Installation einer Belüftungsanlage eine passende Alternative, fragte Bürgermeister Wittmann und stelle das von der Fa. Viessmann entwickelte Modell vor. Notwendig sei ein Anschluss für Frischluft bzw. für Abluft und natürlich sei auch der Platzbedarf nicht außer Acht zu lassen. Solche Geräte sind relativ zeitnah zu beziehen und zu installieren und können mit bis zu 80% bezuschusst werden. Die Damen und Herren im Gemeinderat standen dem positiv gegenüber und baten die Verwaltung an der Alternative dran zu bleiben und wenn möglich Referenzen bei Nutzern einzuholen.

 


Verabschiedet in die Sommerpause wurden Gremium und Bürger mit den Meldungen, dass die Corona-Tests der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft und Heike Kaupa bis Ende August ausgesetzt werden, dass junge Feuerwehrleute aus Trienz und Robern durch Stefan Achstetter und Ralf Sigmund (beide FW Trienz) für Fahrten mit den neuen Fahrzeugen geschult und geprüft werden und dass die Baugenehmigung für die Erweiterung und Sanierung des Rathauses eingetroffen ist.



Spende für Förderverein Grundschule durch die Netze BW


Den Stand des Stromzählers online durchzugeben, hat manche Vorteile. Nicht nur, dass dies komfortabler ist, als eine Zählerkarte zum Postkasten zu bringen. Auch CO2 wird eingespart, wenn die Karte nicht transportiert beziehungsweise gar nicht erst produziert werden muss. Unleserliche Angaben gibt es auch nicht und zudem freut man sich beim Förderverein der Grundschule Fahrenbach e.V. über eine Geldspende. Die Netze BW spendet nämlich das eingesparte Porto einem ortsansässigen Verein. In diesem Jahr eben dem Förderverein der Grundschule. 625,80 € sind zusammengekommen, die Kommunalberater Bernhard Ries dieser Tage per symbolischem Scheck im Beisein von Bürgermeister Jens Wittmann an Kerstin Keller, der 1. Vorsitzenden, übergab.
„Mit dem Geld wissen wir sicher was zum Wohl der Schule und der Schulkinder anzufangen, so Kerstin Keller, die sich namens des Fördervereins der Grundschule Fahrenbach e.V. bedankte.
Auch Bürgermeister Jens Wittmann zeigt sich erfreut: „Die Vereinsarbeit mit dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder und Helfer für die örtliche Grundschule ist für uns als Gemeinde enorm wichtig. Durch das Corona-Virus sind aber den Vereinen fest eingeplante Einnahmen weggebrochen und so gilt es jetzt besondere Maßnahmen mit entsprechenden organisatorischen und finanziellen Maßnahmen zu ergreifen. Da kommt die Aktion der Netze BW für den Grundschulförderverein genau richtig.“
„Seit 2018 hat die Netze BW mit dem Spendenversprechen einen zusätzlichen Anreiz geschaffen, um moderne Kommunikationsmittel zu nutzen“, so Bernhard Ries. „Seither hat sich die Online-Quote bei unserer Zählerstandserfassung deutlich gesteigert.“ Informationen unter: https://www.netze-bw.de/portoaktion

 


Foto: Uwe Köbler