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Weihnachtsmarkt e.V. Fahrenbach trotzt Corona und spendet 10.000€

 

Was war das für eine Enttäuschung bei den Mitgliedern der Fördergruppe Weihnachtsmarkt in Fahrenbach als Mitte November klar wurde, dass die Corona-Pandemie die Austragung des traditionellen Weihnachtsmarktes verhindern wird. Eine Tradition ist der Fahrenbacher Weihnachtsmarktes am ersten Advent allemal, denn im Jahr 2020 wäre der Mega-Event, der Fahrenbach und die Umgebung an jedem ersten Adventswochenende in den Bann zieht, in seine 27. Auflage gestartet.


Man peilte nach den Vorarbeiten im Sommer und Herbst an, die Summe die man Bedürftigen übergeben kann deutlich auf über 300.000€ aufzustocken. Das Ziel lag nah, denn bislang erarbeiteten die Fördergruppler in Summe 299.000 € und im letzten Jahr durfte man sich über einen Rekorderlös von 24.000€ freuen. „Es gibt nichts schöneres als anderen Menschen Freude zu schenken “, das Vereinsmotto wollte man auch in 2020 in die Tat umsetzen. Das Fördergruppen-Team war richtig heiß, zumal die neue Führung mit Vorstand Daniel Eppel wieder beweisen wollte, dass man das gute Werk der Vereinsgründer fortsetzen kann. Im vergangenen Jahr vollzog der Verein ja erfolgreich den Generationswechsel und die „next generation“ übernahm die Tat, während die bewährten Kräfte mir Rat – und wenn es sein muss natürlich auch mit Tat- diese unterstützen. Doch im November sah es dann plötzlich so aus, als gäbe es diesmal nichts zu unterstützen und Corona hätte selbst die Männer und Frauen mit dem stark ausgeprägten Hilfe-Gen besiegt.

 


Doch die Gruppe dachte nicht daran aufzugeben. So stellte der frühere Vorsitzende Siegfried Eppel zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde schon mal den hölzernen Nikolaus in der Ortsmitte auf, man baute die große Krippe neben der Kirche zusammen und man stellte auch schon mal vorsorglich eine Holzhütte auf dem Sparkassenvorplatz. Die Idee war „Weihnachtsmarkt-Leckereien to-go“ incl. Spanferkel anzubieten und parallel im Bürgerzentrum den jahrelang aktiven Betreibern von Buden und Ständen einen Warenverkauf unter Corona -Vorgaben zu ermöglichen. Doch auch das musste letztlich mit Blick auf die Infektionslage gecancelt werden.

 

 „Dann schnüren wir halt anders ein Hilfspaket“ schlug ein Fördergruppler vor und die anderen nahmen das wörtlich. Man nutzte den im letzten Viertel-Jahrhundert erarbeiteten guten Draht zur Firma Böckling in Neudenau und zum Weingut Adam Müller in Leimen und packte ein Schmuckpaket mit feinem Glühwein und zwei zum Corona-Thema passenden Glühwein-Bechern zusammen. Und jetzt kam auch die vorsorglich gebaute Hütte zum Einsatz. Abstandskonform wurde dort das Sonderpaket verkauft und die 13 aktiven und 13 passiven Mitglieder der Fördergruppe zeigten sich durchaus auskunftsfreudige Berater bei der Glühweinfrage „weiß oder rot“? Die Geschenksets gab`s zudem im Rathaus oder der Sparkasse und bald waren über 450 Pakete an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Kein Geheimnis, dass sich auch manche Geschenkbox heute Abend unter dem ein oder anderen Christbaum in Fahrenbach oder Umgebung wiederfinden wird.

 

Bei der Abrechnung der Aktion jedenfalls bekam Kassier Michael Hettinger glänzende Augen, denn er konnte einen Verkaufserlös von über 3000€ verkünden. Mit dieser Summe stockte der Verein den Betrag auf, der im Vorfeld bzw. nach dem gewohnten Markttermin schon das Vereinskonto anwachsen ließ. 7000€ wurden von vielen Einzelspendern, die seit vielen Jahren den guten Zweck unterstützten auch in schwierigen Zeiten zur Verfügung gestellt. „Das hat uns echt begeistert und zeigt auch welch guten Namen und welche grandiose Akzeptanz die Fördergruppe Weihnachtsmarkt e.V. genießt“, so Vorsitzender Daniel Eppel. 10.000€ können in diesem Jahr an 15 Bedürftige in Fahrenbach, Robern, Trienz und Wagenschwend verteilt werden und natürlich geht auch ein Anteil wie gewohnt in die Partnergemeinde Heiligengrabe. „Das hätte Mitte November keiner für möglich gehalten“ erklärte da stolz Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann, der bekanntlich selbst aktives Mitglied der Fördergruppe ist. Der Bürgermeister überwacht auch in diesem Jahr die Verteilung des Betrages, mit dem man nicht nur die 300.000 € Marke knackt, sondern der zeigt, dass sich die Fördergruppe auch in schwierigen Phasen auf ihre Mitglieder, aber auch auf zahllose treue Unterstützer, die weithin verbreitet sind, verlassen kann. „Diese 10.000€ geben Menschen, mit denen es das Schicksal im Corona-Jahr 2020 nicht gut gemeint hat, vielleicht nochmals zusätzlich Mut“, so die Vereinsverantwortlichen bei der Präsentation des Spendenschecks.

 

Was den Fördergrupplern aber fehlen wird, ist der traditionelle Heiligabend-Besuch im Seniorenheim. Dort werden normalerweise Geschenke verteilt und man singt Weihnachtslieder zusammen mit den Bewohnern. „Singen ist dieses Jahr verboten“, so Daniel Eppel, „doch ein Geschenk lassen wir den Bewohnern und Mitarbeiten auf jeden Fall zukommen, egal wie“.
Und dass die Fördergruppe viele Ideen hat, beweisen ja nicht zuletzt die 10.000 € Erlös aus einem Weihnachtsmarkt, den es überhaupt nicht gab.

Foto: Uwe Köbler

v.l. Trunzer Sabrina, Strom Stefan, Vors. Daniel Eppel, Bgm. Jens Wittmann, Michael Hettinger, Steffen Eppel

 

Foto: Uwe Köbler

vorne Vors. Daniel Eppel und Bgm. Wittmann, hinten v.l. Steffen Eppel, Sabrina Trunzer, Stefan Strom, Michael Hettinger

 


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