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Ortschaftsrat Robern verpflichtet

 

„Men only“ heiß es in den vergangenen fünf Jahren wenn Roberns Ortsvorsteher Uwe Kohl zu Sitzungen des Ortschaftsrates bat. Das sechs Personen umfassende Gremium bestand nämlich ausschließlich aus Männern. Das ist ab sofort anders, denn mit Janina Varga bestimmt nun auch wieder eine Dame die Geschicke des Fahrenbacher Ortsteils mit.

 

Janina Varga, ein Neuling in der Kommunalpolitik, ersetzt Peter Rupprecht, der sich bei der Kommunalwahl nicht wieder bewarb und so nach 15 Jahren aus dem Gremium vor Ort ausschied. Ortsvorsteher Uwe Kohl bedauerte dies. Er bezeichnete Peter Rupprecht als verlässlichen, kreativen Mann, der auch vieles kritisch hinterfragte. Peter Rupprecht, so Kohl hat in den Jahren 2004 bis 2019 bei vielen Entscheidungen, u.a. beim Um- und Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses, mitgewirkt und war immer für die Roberner Bürger da wenn es galt. „Wir hoffen, so Kohl bei der Übergabe des Abschiedsgeschenkes, dass du weiterhin das Dorfleben mit deinen Ideen oder auch bei Bedarf mit deinen musikalischen Fähigkeiten bereicherst“. Peter Rupprecht ist ja ein weithin anerkannter Musiker, der u.a. beim Fahrenbacher Weihnachtsmarkt mit seinen Balladen und Songs jung und alt begeistert. Begeistert, so Rupprecht habe ihn die Arbeit im Gremium vor Ort in den vergangenen 15 Jahren meistens auch, und ihm sei immer wichtig gewesen, dass es stets um die Sache und nie um irgendwelche Parteipolitik ging. Rupprecht dankte seinen Ortschaftsratskollegen Heinrich Kmett, Uwe Kohl, Benedikt Münch, Gerd Neukirchner und Berthold Schäfer mit dem Wunsch für weiterhin gute Entscheidungen für das gute Miteinander und schloss in den Dank auch Bürgermeister Jens Wittmann und die Verwaltung mit ein.

 

 

Foto: Uwe Köbler


„Mann geht, Frau kommt“ hieß es dann, denn Janina Varga, die von der Roberner Bevölkerung mit einem guten Wahlergebnis einen großen Vertrauensvorschuss mit auf den Weg bekam, nahm ihren Platz ein. Gemeinsam mit dem Männer-Quintett erfolgte – Hinderungsgründe wurden vorher per Beschluss keine festgestellt- danach die feierliche Verpflichtung des Gremiums, das jetzt für fünf Jahre zusammen mit dem Gemeinderat, dem Bürgermeister und der Verwaltung die Gesamtgemeinde und den Ortsteil Robern weiterentwickeln will.


Bürgermeister Jens Wittmann nutzte die Gelegenheit den „Routiniers“ und „der Neuen“ im Ortschaftsrat zu ihrer neuen Aufgabe zu gratulieren. „Es stimmt einem positiv“, so Wittmann, „wenn es Menschen gibt, für die Politikverdrossenheit ein Fremdwort ist, und die bereit sind Entscheidungen in der Politik vor Ort zu treffen, auch wenn dies nicht immer leicht werden wird. Es gilt immer die Interessen einzelner- auch mal guter Bekannter- gegenüber dem Allgemeinwohl abzuwägen.“

 


 Foto: Uwe Köbler

 

Sitzungsleiter Uwe Kohl informierte danach über die Fortschritte bei den Bauprojekten „Sanierung der Straße Hofklinge“ und vom Rathaus in Robern. Trotz einiger bautechnisch bedingter Verzögerungen sei man guten Mutes schon bald mit kleinen Festivitäten die offizielle Einweihung beider Projekte begehen zu können. „Der Fussboden im DGH und im Kindergarten wird instandgesetzt“, so eine weitere Info des Ortsvorstehers und auch der Spielplatz am DGH sind Verbesserungen geplant. Verbesserungen, so wurde danach von Ortsräten und Bürgern gleichermaßen, gefordert, bedürfen auch einige Straßen wie der Weg zur Roberner Mühle oder aber die Lindenstraße. Trotz deren schlechten Zustandes wird dort auch das vorhandene „30-er Schild“ kaum beachtet, was teilweise zu kritischen Verkehrssituationen führt. Es wurde beraten, dies zum Thema der nächsten Verkehrsschau zu machen. Die Einhaltung der 30 km/h-Beschränkung sei aber in allen drei Ortsteilen verbesserungswürdig, so die Meinung aller. Nach der Beantwortung weiterer Fragen schloss Ortsvorsteher Kohl mit dem Hinweis auf die nächste Sitzung (geplant für den 3.9.) die konstituierende Zusammenkunft und lud Räte und Bürger zu einem kleinen Umtrunk ein.