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Personalwechsel beim Ortschaftsrat Trienz

 

Heiß ging es her bei der jüngsten Sitzung des Trienzer Ortschaftsrates. Aber nicht so, wie einem angesichts der Vorkommnisse der letzten Zeit in den Sinn kommen könnte, sondern nur heiß im Sinne der heißen und schwülen Temperaturen.

So hielt sich der Trienzer Ortsvorsteher Thomas Breitinger auch gar nicht mit langen Vorreden auf, sondern leitete mit der Feststellung nicht vorhandener Hinderungsgründe den Personalwechsel im Ortschaftsrat ein. Und der war gravierend, denn gleich drei bewährte Ortsräte hatten bei der Kommunalwahl auf eine erneute Kandidatur verzichtet und werden deshalb durch drei kommunalpolitische Neulinge, die bei der Wahl mit einem großen Vertrauensvorschuss der Bevölkerung ausgestattet wurden, ersetzt. Namentlich gehen Anja Hasselbach-Bödi, Elvira Stipp und Karl Wesch in den „kommunalpolitischen Ruhestand“. Ersetzt werden die im Ortschaftsrat, der sechs Mitglieder umfasst, von Clarissa Throm, Stefanie Metzger und Marko Weiß.

 

 

Foto: Uwe Köbler


Thomas Breitinger dankte zunächst dem ausscheidenden Trio und blickte auf die letzten fünf, für die Gemeinde und den Ortsteil Trienz durchaus positiven, Jahre zurück. So rief er die Herstellung des DGH-Parkplatzes, den Wegebau und weitere Maßnahmen am Friedhof, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Errichtung des neuen Wasser-Hochbehälters durch den Zweckverband Wasserversorgung Oberes Trienztal, die Grundsanierung des evangelischen Kindergartens und nicht zuletzt die Anschaffung des MLF für die Trienzer Feuerwehr in Erinnerung. Privater Wohnungsbau wurde im Baumbusch-Areal ermöglicht und auch die Planungen für einen Bebauungsplan im Bereich „Steigenwäldchen“ laufen. „Zu all dem habt ihr euer kommunalpolitisches Scherflein beigetragen“, so der Ortsvorsteher bei der Überreichung eines Abschiedspräsentes und der entsprechenden Urkunde. Dank und Anerkennung für das Trio, mit dem der Ortsrat 45 Jahre kommunalpolitische Erfahrung verliert, gab`s auch von Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann. Er hatte Anja Hasselbach-Bödi (im Ortschaftsrat seit 2009), Elvira Stipp (seit 2004) und Karl Wesch (im Gremium seit 1999 und davon 13 Jahre stv. Ortsvorsteher) bereits bei einem Ehrungsabend im Februar mit den entsprechenden Urkunden des Gemeindetages ausgezeichnet. Dass die drei bei „ihrer Bevölkerung“ auch gut ankommen, zeigte der spontan einsetzende Applaus.

 


Danach war Platzwechsel angesagt und die drei „Neulinge“ Marko Weiß, Clarissa Throm und Stefanie Metzger suchten sich ihren Platz im Gremium, in dem ab sofort Susanne Frauenschuh, Manuel Ehret und Peter Nuß die „Routiniers“ sind. Thomas Breitinger dankte dem halben Dutzend, für das Politikverdrossenheit ein Fremdwort ist, für die Entscheidung, sich in der Politik vor Ort einzubringen. Das ist nicht immer leicht, so Breitinger, denn es gilt Interessen einzelner- auch mal guter Bekannter- gegenüber dem Allgemeinwohl abzuwägen. Ortschaftsrat, Gemeinderat und Verwaltung zusammen können viel erreichen, wenn sie an einem Strang ziehen. „Natürlich in die gleiche Richtung“, ergänzte Breitinger schmunzelnd. Erfreut zeigte sich der Ortsvorsteher von der beachtlichen Frauenquote im Trienzer Ortschaftsrat. „Schon seit vielen Jahren weisen wir eine 50%-Quote aus“, so Breitinger und es mache ihn stolz, dass man diesen Topwert auch nach der Kommunalwahl halten konnte.

 

Es folgte die feierliche Verpflichtung des neuen Gremiums, ehe Ortvorsteher, Bürgermeister und Verwaltung die sechs Neuen und die Zuhörer auf den neusten Stand des Gemeindegeschehens brachte. Grundstückserwerbe, laufende Baumaßnahmen, eine Überprüfung der Grabsteine am Friedhof, die Anbringung eines Geländers an der dortigen Treppe, der Sachstand Erschließung Steigenwäldchen waren u.a. Themen. Klar, dass auch Verkehrsfragen angesprochen wurden. Da geht es um Parkverhalten, das jeglichen Regeln widerspricht, abgestellte Fahrzeuge, einen geplanten Fußgängerüberweg und die zu hohen Geschwindigkeiten, die an den Ortseingängen, aber auch innerorts gefahren werden. „Selbst in der „30-er Zone“ an der Brücke“, echauffierte sich ein Ortschaftsrat. Die Verwaltung sagte zu, diese Themen wie bisher auch mit den Entscheidungsträgern zu diskutieren.

 

Foto: Uwe Köbler

 

Dann schloss Ortsvorsteher Breitinger mit dem Hinweis auf die nächste Sitzung (geplant für den 2.9.) die konstituierende Zusammenkunft und lud zu einem kühlen Getränk an einer etwas kühleren Ecke im bzw. vorm Dorfgemeinschaftshaus ein.