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Feuerwehrfest in Trienz mit Fahrzeugweihe

06.06.19

Die Sonne strahlte vom blauen Himmel und rund um das Dorfgemeinschaftshaus strahlten die Männer und  die Frau der Freiwilligen Feuerwehr Trienz  fast noch ein  wenig mehr ! Grund zur Freude gab es ja auch, denn im Rahmen des zweitägigen Festes, bei dem man so nebenbei auch mal auf die 118 jährige Feuerwehrgeschichte  zurück blickte, nahm die Trienzer Wehr nämlich ihr nigel-nagel-neues MLF vom Typ Iveco-Daily und dem Aufbau der Fa. Ziegler in Dienst.


Schon am Samstag kamen zu diesem Anlass verschiedene befreundete Nachbarwehren vorbei um das große Fest der Feuerwehr zu feiern. Nur gut, dass bei dem großen Andrang Ortsvorsteher Thomas Breitinger bei seiner Fassanstich-Premiere nichts von dem kühlen Nass verschüttete.

 

Der Festsonntag begann mit einem vom Katholischen Kirchenchor mitgestalteten Gottesdienst, bei dem Diakon Thomas Galm seine feuerwehrtechnische Vergangenheit bewies. Er hatte seine Predigt mit technischen Details des neuen Fahrzeuges gespickt und nahm so alle Besucher im vollbesetzten Saal mit. Für die hieß es nach dem Gottesdienst dann „alles auf“, denn die Hauptattraktion des Tages, das neue Mittlere Löschfahrzeug hatte es ja nur bis vor die Türe des DGH geschafft. Dort sprach Diakon Galm die segnenden Worte und dankte den lokalen Sicherheitskräften für ihren ehrenamtlichen Dienst am Nächsten. Ein würdiger Moment für alle, besonders aber für die Mannschaft vom Trienzer Kommandanten Klaus Iwaniszow.

 

Die Historie der Trienzer Wehr, die 1901 erstmals urkundlich erwähnt wurde, beleuchtete danach Timo Mohr. Der Schriftführer der Feuerwehr berichtete u.a. von früheren Zeiten, in denen ein Drittel der Dorfbevölkerung der Feuerwehr angehörte und ging auf die technische Entwicklung ein. Das 1986 beschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug war schon ein deutlicher Fortschritt, das nun in Betrieb genommene MLF sei Quantensprung, so der Chronist. Mohr dankte allen, die an dem dreijährigen Beschaffungsprozess beteiligt waren. Die Trienzer Wehr, so Mohr, ist glücklich mit dem Fahrzeug das mit dem Schwerpunkt Brandbekämpfung und Wasserförderung zusammengestellt wurde.

 

Timo Mohr konnte danach gleich auf der Bühne bleiben, denn er war einer der Kameraden die der Stv. Kreisbrandmeister Bernd Häring für 15-jährigen Dienst am Nächsten auszeichnen durfte. Das entsprechende Ehrenzeichen samt Urkunde gab`s für Stefan Achstetter, Timo Mohr, Olaf Hansal, Sven Iwaniszow, Ralf Sigmund (alle Trienz), Benedikt Münch, Manuel Neukirchner, Manuel Roos und Markus Schork (alle Robern) sowie Matthias Brand, Christian Hafner, Stefan Karl, Mario Muthny und Matthias Zeth (alle Fahrenbach). Bernd Häring gratulierte den Geehrten, genau wie Dr. Björn-Christian Kleih, der die Kreisverwaltung vertrat. Dr. Kleih dankte den Floriansjüngern die ebenso wichtig für die Sicherheit der Bevölkerung sind wie eine gute Technik. Und auf eine solche kann Trienz jetzt bauen, so Dr. Kleih, der ob der Zuschüsse von Land und Kreis von der guten Verwendung von Steuergeldern sprach.

 

 

Foto: Uwe Köbler

 

Auf die Brandexperten vor Ort kann die Feuerwehr stolz sein, so Minister Peter Hauk, der die 118 jährige Geschichte als tolle Leistung bezeichnete. Es gelte die Feuerwehren vor Ort dauerhaft zu erhalten, so Peter Hauk, was nur durch moderne Technik gepaart mit einer motivierten und gut ausgebildeten Mannschaft möglich sei. Der Landeszuschuss für das funktionell konzipierte MLF sei gut eingesetzt, wie auch MdL Georg Nelius bemerkte. Er bezeichnete die Feuerwehrmänner- und Frauen als „Diener am öffentlichen Wohl“, deren Dienst wegen des vielseitigen Aufgabengebiets nie langweilig wird.

 


Der Stolz auf das neue Fahrzeug war dann auch Bürgermeister Jens Wittmann anzusehen, der seine drei Wehren jetzt fahrzeugtechnisch bestens aufgestellt sieht. „Der Gemeinderat, so Wittmann, stand von Anfang an hinter der Großinvestition die trotz der guten Förderung von Ausgleichsstock und Feuerwehrmitteln, bei der Gemeinde mit 142.000 € zu Buche schlägt. Wittmann bedankte sich deshalb bei allen die bei Beantragung, Bewilligung und in den diversen Beratungen hier vor Ort und im Fabrikationsort Mühlau nahe Chemnitz sich für das MLF Trienz, das insgesamt rund 230.000 € kostete, eingesetzt haben. Ein besonderer Dank ging an Torsten Hemberger aus Muckental, der bei der ganzen Beschaffungsprozedur immer ein verlässlicher, kompetenter und vor allem ehrenamtlicher Berater war. „Deine Hilfe war unbezahlbar“ so Wittmann bei der Übergabe eines Dankpräsentes. Wittmann gratulierte dann noch den Geehrten und dankte allen Wehrmännern für den Einsatz. „Die Gemeinde kann die Technik bereitstellen, die „men- bzw. woman-power“ muss von anderen kommen“, so der Bürgermeister.

 

Gesamtkommandant Berthold Schäfer sprach von einem Meilenstein für die Abteilung Trienz. Er lobte das Engagement der örtlichen Wehr, vor allem den Einsatz von Timo Mohr. Ihr habt ein Fahrzeug dass individuell und optimal für euch zusammen gestellt wurde, so Schäfer.

 

Das war auch die Meinung von Ortsvorsteher Thomas Breitinger, der neben den neuen Möglichkeiten aber die Aktiven der Wehr und die Chance zu neuer Nachwuchsmotivation in den Mittepunkt stellte. 118 Jahre Sicherheit für die Bürger vor Ort, das ist schon was, so der Ortsvorsteher.

 

Erik Stephan von der Herstellerfirma Ziegler lobte danach das gute Miteinander von ausführender Firma, Feuerwehr und Verwaltung. „Der kurze direkte Dialog war wichtig bei der Erfolgsgeschichte des MLF mit dem Kennzeichen MOS-TR 340“. Dann übergab Erik Stephan den symbolischen Schlüssel und jeder konnte sich bei der Fahrzeugschau vom Trienzer Fahrzeug und den Fahrzeugen der umliegenden Wehren und der DRK-Bereitschaft live ein Bild machen.

 

 

Foto: Uwe Köbler (von links: Bernd Häring, Thomas Breitinger, Petr Hauk, Torsten Hemberger, Erik Stephan, Berthold  Schäfer, Georg Nelius, Klaus Iwaniszow, Timo Mohr,  Dr. Kleih und Jens Wittmann)

 

Im Saal aber übernahm der Musikverein Feuerwehrkapelle Fahrenbach unter Leitung von Matthias Brand und sorgte für gute Feststimmung bis in den späten Nachmittag. Draußen konnten Interessierte noch mit einem Feuerlöscher arbeiten und auch die Fettbrandsimulation, moderiert von Berthold Schäfer, sorgte für Staunen.


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