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Bericht von der Verkehrsschau in der Gemeinde

13.12.18

Kürzlich war wieder „ Verkehrsschau-Zeit“ in Fahrenbach. Bei der Verkehrsschau kommen die Gemeinde und die Fachbehörden des Landratsamtes zusammen um vor Ort Fragen zur Verkehrsführung, zur Beschilderung, Parkgeboten und Verboten, Geschwindigkeitsbeschränkungen etc. zu besprechen.


Nur die Verkehrsschau kann nämlich festlegen, wo z.B. das Abstellen von PKWs erlaubt ist oder nicht. Die Gemeindeverwaltung allein darf bei verkehrsrechtlichen Fragen keine Entscheidungen treffen.


Ein großes Thema war - wie fast in jedem Jahr bei der Verkehrsschau- der Wunsch einiger Mitbürger nach „Tempo 30“ auf den Hauptdurchgangsstraßen. Dies wird vor allem von den Anwohnern dieser viel befahrenen Straßen gefordert, die von manchem PS-Freund leider allzu oft dazu genutzt werden, um zu beweisen was er bzw. sie unter der Haube hat.
Ergebnis der ausführlichen Beratungen war allerdings, dass es aktuell kein Tempo 30 auf den Hauptdurchgangsstraßen in Fahrenbach, Robern und Trienz geben wird. Um eine solche Beschränkung auszuweisen, müssten Kriterien wie hohes Verkehrsaufkommen (da liegen unsere Ortschaften erfreulicher Weise deutlich unter den Grenzwerten), übermäßiger Lärm, unübersichtlicher Fahrbahnverlauf oder der direkte Zugang von Schulen, Kindergärten und Altenheimen erfüllt sein. Dies ist in unserer Gemeinde nicht der Fall. Einzige Ausnahme ist die Brücke in der Trienzer Ortsmitte. Dort wird wegen der „Engstelle Brücke “ und der Sichtbehinderung an der Zufahrt zum Sportplatz bald ein 30er - Schild zu sehen und hoffentlich auch zu beachten sein.

 

 Foto: Uwe Köbler

 

Das heißt aber nicht, dass an den Durchgangsstraßen von Fahrenbach, Robern und Trienz nicht kontrolliert wird. Im Gegenteil: Man muss mit verstärkten „Blitzer-Kontrollen“ rechnen, zumal eine verdeckte Messung in Robern ergeben hat, dass am Ortseingang von Wagenschwend her über 70 % der Autofahrer viel zu „flott“ unterwegs waren.


Neue Verkehrsschilder machen die Verkehrssituationen im Bereich der Netto-Zufahrt, der Zufahrt zur Fa. Wenninger (Ampereweg) und der Kreuzung „Am Mühlberg – Ostring“ (Bauhof) erforderlich. Dort wo jetzt der Grundsatz „rechts vor links“ gilt (auch wenn das nicht jedem Autofahrer bewusst ist), wird künftig eine klare Regelung per „Vorfahrt achten“-Beschilderung mit Vorrang für den Verkehr auf dem Ostring gelten.


Ein Parkverbot entlang der Straße „Am Sportplatz“ in Trienz wurde angeordnet, weil durch beidseitiges Parken bei Veranstaltungen die für Rettungsfahrzeuge etc. erforderliche Fahrbahnbreite nicht mehr erreicht wird.


Von all diesen Situationen überzeugten sich die Verkehrsschau-Teilnehmer vor Ort, genau wie von Gefährdungen, die von parkenden Autos in der Römerstraße (beim Autohaus Gassert) in Trienz ausgehen. Hier entschlossen sich die Experten, das Parkverbot in Richtung Fahrenbach zu verlängern. Begründet wird das damit, dass das Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen am Autohaus Gassert aufgrund der geringen Sichtweite in Richtung Ortsmitte immer wieder gefährliche Situationen herauf beschwört.

 

Zum Thema „Parken innerorts“ wurde von der Verkehrsschau generell folgendes festgestellt:
In § 12 der StVO ist das Parken und Halten geregelt. Unter anderem ist darin ausgeführt, dass das Parken an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven ebenso unzulässig ist wie das Halten vor Grundstücksein- und Ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber, vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten. Außerdem darf nicht an Straßen geparkt werden, wenn für die Durchfahrt weniger als 3,05 m verbleiben. Auf Gehwegen ist das Parken nicht erlaubt, es sei denn, dass dies mittels StVO-Zeichen zugelassen ist.


Neu beschildert wird der „Totenweg“, der oft und leider auch viel zu schnell befahrenen Verbindungsweg zwischen Trienz und Robern. Hier wird die Beschränkung auf 6 Tonnen ausgewiesen. Der Zusatz “Anlieger frei“ ermöglicht es aber allen Fachfirmen ( z.B. Steinmetze ) weiter zum Friedhof zuzufahren.


Manchmal gibt´s auch das ein oder andere Kuriosum von so einer Schau zu vermelden:

 

Foto: Uwe Köbler

 

Würden Sie bei diesem Verkehrsschild den Weg mit dem Fahrrad befahren?
Wenn ja, riskieren sie einen Strafzettel, denn bei dieser Beschilderung ist das Fahren mit Fahrzeugen aller Art, d.h. auch mit Fahrrädern verboten. Aus diesem Grund – und auch das ordnete die Verkehrsschau an- müssen alle Zeichen dieser Art durch das Verkehrszeichen „Verbot für Kraftfahrzeuge“ ersetzt werden.


Die Anordnungen der Verkehrsschau sind bindend. Einige sind deshalb schon, andere werden zeitnah von der Gemeinde auch umgesetzt.